Reise Tagebuch
Iran '07
“Reisen veredelt den Verstand und räumt gründlich mit unseren Vorurteilen auf."
Oscar Wilde
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03.04.07 Vicenza (Italien) – Venedig – Slowenien – Kroatien – Nis (Serbien)
Nachdem wir uns frisch gemacht haben, fahren wir zum Hafen nach Venedig. Unterwegs treffen wir einen Kollegen, der auch den Fährhafen mit seinem Landrover ansteuert.
Hier erleben wir eine große Überraschung: Es gibt heute keine Tickets mehr für das Fahrschiff! Andreas wollte die Tickets erst noch reservieren, aber da keine Saison ist und wir den Abfahrtstermin flexibel halten wollten, hat er das nicht gemacht. Wir hatten vergessen: es steht Ostern vor der Tür.
Jetzt MÜSSEN wir flexibel sein. Es gibt zwei Alternativen:
- Nach Ancona fahren und dort probieren ein Ticket für die Fähre am nächsten Tag zu bekommen
- Den Landweg nehmen und über den Balkan fahren
Wir entscheiden uns für den Landweg.
Das Wetter ist angenehm, größtenteils bedeckt, um die 20°C.
Also wieder in den Landrover, auf die Autobahn, den Tempomat auf 110 km/h gestellt und warten bis die Kilometer hochzählen…
Wir erreichen die slowenische Grenze um 14:50 Uhr bei 1138 km. Der Grenzbeamte ist sehr freundlich und macht große Augen als er unseren Landrover sieht. Nachdem er unsere Pässe überprüft hat, fragt er in akzentfreiem Deutsch: „Andreas, wohin fahren Sie?“
Nach der Antwort werden seine Augen noch größer. Er wünscht uns noch eine glückliche Reise und dann geht es auch schon weiter.
Die Landschaft, die wir aus den Winnetou-Filmen kennen, zieht an uns vorbei.
An die kroatische Grenze gelangen wir um 17:40 Uhr bei 1332 km. Der Beamte ist hier ebenfalls sehr freundlich. Es dauert keine 2 Minuten und wir setzen unsere Reise fort.
Kurz nach Zagreb sehen wir auf der Autobahn ein rotes Huhn herumlungern – Fastfood?!
Auf einem Parkplatz machen wir eine Pause. Andreas verbringt 1,5 Stunden mit Schrauben am Zusatztank: die Anschlüsse der Spritpumpe wurden verpolt und die Halterung ist lose. Wenn man(n) nicht alles selbst macht…
Es wird kalt: um die 8°C und wir machen uns die Heizung ein wenig an.
An die Grenze zu Serbien kommen wir um 22:00 Uhr bei 1636 km.
Zwei Beamte wollen uns etwas fragen, aber sie sprechen weder Englisch, noch Deutsch und wir kein Serbisch. Verlegen winken sie uns weiter, na also – geht doch!
Bei einer Mautstelle tauchen 2 schwarze streunende Hunde auf und wollen ernsthaft ein Auto beißen. Aber nicht unseres, so mutig waren sie dann auch nicht.
Gegen 2:00 Uhr ist Andreas so müde, dass wir einen Parkplatz ansteuern.
Die Nacht verbringen wir im Schutz einiger LKW´s.
Heute waren es 1016 km.
Unsere Route: