08.04.07 Istanbul - Teil 1

 

Die Blaue MoscheeUm 5 Uhr weckt uns der Muezzin aus unseren Träumen.
Er ruft fünfmal am Tag vom Minarette der Moschee. Früher kletterten die Muezzins dazu auf den Turm. Heute ertönt der Gebetsruf meist nur noch aus dem Lautsprecher und vom Band.

Wir dösen nach dem morgendlichen Weckruf noch einmal ein, bis wir schließlich um halb 8 in der einzigen Stadt auf unserem Globus wach werden, die sich über zwei Kontinente erstreckt.

 

Auf der Dachterasse unseres Hotels genießen wir ein äußerst leckeres Frühstück. Die Aussicht reicht von der Blauen Moschee bis herunter zum Bospurus.
Nachdem wir uns jetzt ordentlich gestärkt haben, brechen wir auf um die Stadt zu erkunden (Zitat Rózsika: Ich bin so traurig, dass ich schon satt bin).

 

Es ist strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, wenn auch leicht dunstig. Die Temperatur liegt bei 19°C.

Wie anscheinend viele andere Hunderte Menschen, wollen wir uns die Blaue Moschee (Sultanahmet Camii) anschauen – die Gebetstätte mit ihren 6 Minaretten. Das Gebäude ist überwältigend, nicht umsonst zählt es zu den „Weltwundern“ der Stadt.

 

Als nächstes laufen wir Richtung Hagia Sophia. Die Menschenschlange am Eingang schreckt uns ab, so dass wir weiter Richtung Topkapi Saray laufen.

 

Im archäologischen MuseumHier das gleiche Bild, also gehen wir in das Archäologische Museum nebenan. Die Menge der ausgestellten Exponate ist schlichtweg überwältigend. Teilweise stapeln sie sich sogar auf dem Museumshof.

 

 

 

 

 

 

 

 

Enge GassenWir gehen weiter durch die Gassen Istanbuls und schauen uns das bunte Treiben an.
Ihre 10 bis 15 Millionen Einwohner – keiner weiß das so genau – machen sie zu einem brodelnden Irrwitz zwischen Orient und Okzident, zwischen Kommerz und Koran.

 

 

 

 

 

 

 

Wir betreten den großen Bazar Istanbuls. Rózsika entdeckt in einem Geschäft zwei weiße Katzen. Der Besitzer, ein älterer Mann winkt uns näher und spricht uns im perfekten Deutsch an. Er entpuppt sich als Doktor der Dermatologie, der auf einer Schule in Istanbul das deutsche Abitur gemacht hat. Seine Familie betreibt dieses Geschäft seit fünf Generationen. Seine Van-Katzen haben übrigens ein grünes und ein blaues Auge und er ist mächtig stolz auf sie. Dies ist eine Eigenart dieser Katzen, die übrigens nicht aus der Türkei ausgeführt werden dürfen.

 

Im BazarDurch die engen Gassen des Bazars lassen wir uns treiben und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Bazar ist riesig!!! Hier scheint es tatsächlich alles und mehr zu geben.
Nach einer kurzen Teepause finden wir schließlich den Weg heraus ohne etwas zu kaufen – eine Leistung, auf die wir wirklich stolz sind.

 

 

 

 

 

Der BosporusDurch das Getümmel von Menschen erreichen wir schließlich das Ufer des Bosporus, die Seele Istanbuls, die Asien von Europa trennt und das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet. Zwei gewaltige Brücken überspannen den Bosporus. Die Atatürk-Brücke ist die längste Brücke Asiens und die fünftlängste der Welt.

 

 

 

 

 

GrillmeisterEs ist Sonntag und ganz Istanbul ist wortwörtlich auf den Beinen. Entweder man grillt oder man steht an einem Grill an um sich etwas zu kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Orangensaft frisch gepresstAn einem Stand mit frisch gepressten Orangensaft können wir nicht vorbeigehen und genießen das köstliche Gesöff.

 

Wir bekommen auch langsam Hunger und essen einen ordentliches spezial Kebap-Menü, bis wir kaum noch aus den Augen rausschauen können.

 

 

 

 

 

Im Hotel angekommen werden wir vom ortsansässigen Teppichhändler an der Rezeption abgefangen und müssen uns seine Auswahl an Teppichen ansehen. Es öffnet sich ein Tresor, aus dem kleine Seidenteppiche in der Größe eines DIN A4 Blattes herausgezaubert werden. Uns ist es erst mal nicht klar, was wir in den Händen haben, bis wir aufgeklärt werden: das sind Seidenteppiche der höchsten Qualität mit 500 Knoten pro Quadratzentimeter. Ein Weber arbeitet an so einem kleinem Teppich ein Jahr. Das erklärt auch den Preis von 7.000 €. Das teuerste Stück, das er vor unseren Augen aufrollt, soll 100.000 € kosten. Nicht ganz unsere Preisklasse…

 

Nach einem Tag voller neuer Eindrücken gehen wir ins Bett.