Reise Tagebuch
Iran '07
“Reisen veredelt den Verstand und räumt gründlich mit unseren Vorurteilen auf."
Oscar Wilde
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27.04.07 Über Persepolis nach Esfahan
Nach dem leckeren Frühstück im Hotel fahren wir los. Die Araber, die zuhause anscheinend keine Klimaanlage haben, sitzen wieder im Foyer. Obwohl es noch relativ früh ist, sehen wir unzählige Gruppen von Menschen, die bereits in der Stadt oder direkt neben der lauten Straße picknicken. Für uns kaum vorstellbar, bei dem LKW Verkehr. Hier ist es Sonntag und all diese Leute sind trotzdem allem Anschein nach schon seit 5-6 Uhr wach, um die besten Picknickplätze an der Straße zu ergattern!!

Um 9:00 Uhr kommen wir in Persepolis, einer ehemalige Palastanlage der achämenidischen Herrscher an. Darius der Große hat sie um 515 v.Chr. bauen lassen. Wir sind überrascht, wie viele Hunderte Menschen bereits in den Morgenstunden durch die Ruinen schlendern.
Vor der Anlage laufen kleine Jungen den Besuchern hinterher, um ihnen Süßigkeiten zu verkaufen. Als sie uns entdecken, werden wie sie kaum wieder los. Sie interessiert es überhaupt nicht, wenn man 2-3 mal nein sagt. Das ist das erste Mal im Iran, dass wir in dieser Art bedrängt werden. Selbst die Teppichhändler waren niemals aufdringlich.
Wir besichtigen die riesige Anlage und das Museum. Das ist die mit Abstand am besten erhaltenste Ausgrabungsstätte, die wir je gesehen haben. Die Reliefs und Figuren sind von fantastischer Qualität und zeugen von einzigartiger Handwerkskunst.
Es ist sehr heiß und die Felsen zu erklimmen ist sehr anstrengend, besonders für Rózsika in Mantel und mit Kopftuch. Andreas wird mehrmals von freundlichen jungen Iranern angesprochen und schüttelt viele Hände.
Als wir wieder beim Auto sind, zeigt das Thermometer im Auto 50°C, draußen 35°C…
Den größten Teil des Tages verbringen wir im Auto und regen wir uns wieder über den Verkehr auf.
Gegen 17:30 Uhr kommen wir nach 494 km in Esfahan an und checken im Hotel Trotia ein. Gleich danach laufen wir in die Stadt um etwas zu essen und um uns ein wenig umzuschauen. Es gibt kaum Restaurants, dafür hat es Fast Food-Läden an jeder Straßenecke.
Am Ufer des Flußes Zayandeh Rud laufen wir über die beleuchtete „Si-o Se Pol“ Brücke und bewundern die vielen Tretboote in Schwanform auf dem Wasser. Die 290 m lange Brücke wurde 1604 errichtet und hat 33 Bögen. In der Nacht ein besonders schöner Anblick.
Es weht eine frische, angenehme Brise, während wir mit einem Eis in der Hand zum Hotel zurück schlendern und dabei das turbulente Leben auf der Straße beobachten.
Unsere Route: