29.04.07 Bis nach Qom

 

Wir fahren auf der AutobahnWir fahren nach dem Frühstück um 9 Uhr los. Es ist bewölkt und um die 22°C.
Es ist eine positive Erfahrung im Iran auf der Autobahn zu fahren: es ist kaum was los und es stinkt nicht annähernd so nach Abgasen, wie auf den normalen Straßen.

Bei einer Mautstelle fragen uns gut gelaunte junge Männer, woher wir kommen und winken uns anschließend einfach durch.

 

 

 

 

In einem Geschäft wollen wir Wasser kaufen. Es duftet nach frisch gebackenen Plätzchen. Der junge Verkäufer reicht Rózsika eines davon zum Probieren, dann noch eine andere Sorte. Die schmecken so gut, dass wir gleich eine kleine Kiste nehmen. Andreas bekommt eine Flasche Rosenwasser zu kosten. Als wir die angebrochene Flasche auch auf den Tisch stellen und bezahlen wollen, nimmt er sie und gibt uns stattdessen eine neue Flasche. Einfach nur nett.


Unterwegs in die Kavir-Wüste fragt Andreas zwei Männer nach dem Weg zu den großen Sanddünen, unter anderem einen Hirten und von jedem bekommen wir eine Einladung auf einen Tee. Die Menschen sind sehr herzlich und gastfreundlich.


Die Kavir-WüsteEs ist in der Wüste wieder sehr heiß, über 33°C.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein SalzseeHinter einigen kleineren Sanddünen erreichen wir einen großen weißen Salzsee. Die komplette Oberfläche ist von Salz überbezogen. Es sieht aus wie Schnee.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht weit weg entdecken wir eine alte Karawanserei, in der sich anscheinend das Militär einquartiert hat. Schnell abhauen ist es schon zu spät und bald tauchen ca. 40 neugierige Soldaten auf. Niemand spricht Englisch und da wir selbst kein Farsi können, wird parallel in 2 Sprachen gefragt und erzählt. Wir bekommen von einem Offizier eine Einladung zum Tee und Andreas versucht sich mit den Soldaten zu verständigen. Man bräuchte eine Sondergenehmigung die Sanddünen überqueren zu können, da hier das Militär-Gebiet und anschließend ein National-Park beginnt. Nach einigen kräftigen Händeschüttelern fahren wir wieder zurück.

 

 

Kamele am Rande der Kavir-WüsteIn der nächsten Ortschaft angekommen sehen wir eine Kamelen-Herde weiden. Bisher haben wir nur die Kamelschilder gesehen, aber es gibt sie also wirklich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fahren weiter Richtung Nord-Westen und erreichen schließlich Qom. Kilometerlang fahren wir durch ein Industriegebiet, in dem Ziegel, Beton und Kalk hergestellt werden. Die Strassen sind teilweise weiß gekalkt, genauso wie die Autos. Qom ist die eine der heiligsten Stätten der Schiiten. Wir kämpfen uns durch ein unglaubliches Verkehrschaos, welches sich ein Europäer schwer vorstellen kann. Andreas bekommt dabei ein paar graue Haare mehr, der Landrover zum Glück keinen Kratzer, was an ein Wunder grenzt.

 

Es wird langsam dunkel und wir suchen nach einem Plätzchen für die Nacht. Ein lichtes Kiefer-Wäldchen mit einem zerfallenem Häuschen scheint uns einladend. Hier wollen wir die Nacht verbringen. Es wird schnell dunkel und wir beobachten aus dem Auto riesige Blitze, die den Himmel erhellen. Ein großes Gewitter zieht in der Wüste auf.

 

Die Nacht ist sehr ruhig – abgesehen vom Sirren einer frechen Mücke im Auto, die sich offenbar nach Gesellschaft und Abendessen sehnt.

 

Heute sind wir 497 km gefahren.


Unsere Route: