01.05.07 Wieder in Dogubayazit

 

Um 7 Uhr gehen wir frühstücken. Der Koch erinnert sich noch von unserem letzten Besuch an uns und weiß Bescheid, was die Knusprigkeit unserer Spiegeleier angeht.


Auf der ZulassungsstelleDanach steuern wir zielstrebig die Zulassungsstelle an, um unser Kennzeichen abzugeben. Wir sind diesmal auf uns selbst gestellt und hoffen, dass alles klappt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bald stellt sich heraus, dass die Behörden es uns auch dieses Mal nicht leicht machen wollen. Andreas muss zweimal mit Taxi in die Stadt um unzählige Stempel abzuholen. Die Fahrgestell- und Motornummer werden überprüft. Während Andreas unterwegs ist, bewacht Rózsika das Auto. Im Wagen neben ihr schminken sich zwei Frauen auf dem Rücksitz, solange sich ihre Männer im Gebäude aufhalten. Trotz der ganzen Strapazen im bürokratischen Dschungel Irans, muss man sagen, dass sowohl die Behörden sehr nett waren (Andreas hat gleich einen Tee bekommen und der deutsche Fußball wurde in den höchsten Tönen gelobt), als auch die Taxifahrer, die auf ihr Geld verzichten wollten.

 

Noch mal billig tankenZwei Stunden später machen wir uns um einiges erleichtert auf die Suche nach der nächsten Tankstelle. Hier müssen wir uns mit den letzten Tropfen Diesel im Tank durch mehrere lange LKW- und Autoschlangen durchkämpfen. Wir dürfen uns vor die LKWs drängeln und als wir an der Reihe sind, wundert man sich, als 110 Liter Diesel in den Landrover laufen.

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zur Schnellstraße kämpfen wir uns noch einmal durch den dichten Verkehr von Tabriz. Um Euch mal eine kleine Vorstellung davon zu geben, was einen da erwartet haben wir ein kleines Video eingebunden.

 

Einfach den "Play"-Button drücken und schon steckt Ihr mitten im Chaos.

 

Mit der Zeit reagiert man etwas gelassener darauf. Wenn man aber bedenkt, daß wir auf unser Auto angewiesen sind und echte Probleme bekommen, wenn wir wegen eines Unfalles nicht mehr das Land verlassen können, dann ist es doch jedes Mal wieder nervenaufreibend.

 

Von unserem letzten Geld kaufen wir Wasser und 3 Melonen. Ca. 50 km von der Grenze sehen wir bereits den kleinen und den großen Ararat – diesmal ohne Wolken. Die Bäume sind immer noch kahl, aber die Wiesen blühen.

 

Wir kommen nach insgesamt 9901 km an der iranischen Grenze an. Die hilfsbereite junge Iranerin vom letzen Mal ist wieder da und begrüßt uns herzlich. Nach den problemlosen Formalitäten können wir über die Grenze auf die türkische Seite. Dort benötigt Rózsika wieder ein Visum, allerdings kein Kopftuch und keinen Mantel mehr!

Um 15:00 Uhr rollen die vier Räder des Landrover wieder über türkischem Boden.

 

In Dogubayazit begrüßen wir Jürgen in seinem Büro, dann fahren wir weiter zum Camping Murat. Es ist sonnig, allerdings kühl bei 16°C.

 

Dort wird gefuttert und fleißig an der vernachlässigten Webseite gearbeitet. Am Nachbartisch feiert eine Gruppe Slowenen ihre Besteigung des Ararats. Darunter mischen sich andere Gäste. Die kurdische Band spielt und singt wieder aus voller Kehle.

 

Gegen 23:00 Uhr begeben wir uns in den kalten (an dieser Stelle noch mal einen Dank an den Hersteller unserer Standheizung…) Landrover.

 

Heute haben wir 310 km abgespult.

 

Unsere Route: