Reise Tagebuch

 

Reisen veredelt den Verstand und räumt gründlich mit unseren Vorurteilen auf."
Oscar Wilde

Tipps Seite 2

 

Klamotten waschen

Wir hatten eine Reisewaschmaschine in Form eines 20 Liter Kunststoff-Fasses auf dem Dach. Da wir allerdings recht häufig in Hotels untergekommen sind, haben wir dort schnell unsere Sachen gewaschen. Wenn sich mal richtig viel gesammelt hat, dann haben wir auch die Dienste einer Wäscherei genutzt. Frisch gebügelt und lecker duftend haben wir unsere Sachen dann für einen kleinen Obulus zurück erhalten.

 

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Kleiderordnung Iran

Bei der Einreise im Iran hat man sich der dortigen Kleiderordnung zu unterwerfen. Frauen müssen für die Dauer Ihres Aufenthaltes ein Kopftuch und einen Kurzmantel tragen, der bis zur Mitte der Oberschenkel reichen sollte. Wir hatten zuerst gedacht, dass man die Kleidungsstücke am besten in schwarz kauft, damit man nicht auffällt. Dies ist aber bei weitem nicht nötig. Ein buntes Tuch und ein beige farbenes Mäntelchen tun es alle mal. Sandalen ohne Socken sollte man vermeiden.

 

Männer dürfen keine kurzen Hosen tragen, wobei T-Shirts in Ordnung sind.

 

Wie wir gehört haben, hat man Anfang Mai 07 die Kleiderordnung wieder verschärft, nachdem das Kopftuch vor allem in den Großstädten immer weiter nach hinten gerutscht war. Dies soll sich aber schon wieder gegeben haben.

 

Den ersten Tag im Land sollte man sich etwas zurückhalten, danach sieht man schon selbst wie es läuft. In den Städten etwas freizügiger und auf dem Lande etwas konservativer.

 

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Navigation

Nicht nur bei Reisen im Ausland haben wir unser kleines GPS zu schätzen gelernt. Es hilft einem im Gewusel fremder Städte nicht den Überblick zu verlieren und eine Sammlung von Wegpunkten kann bei der Beschaffung eines Stellplatzes, Hotels oder von Quellwasser sehr nützlich sein. Bei einem Ausflug ins Gemüse bringst es einen sicher wieder auf die Straße oder Piste zurück.

 

Man darf allerdings nie den Fehler machen, sich nur auf dieses Gerät zu verlassen. Wie heißt es in einschlägigen Kreisen so schön: "Das GPS zeigt dir genau den Ort an dem du gerade stirbst." Was heißen soll, daß ein GPS niemals Karte, Kompass und den gesunden Menschenverstand ersetzen kann.

 

Die Auswahl an Kartenmaterial über den Iran ist recht dünne, aber eine brauchbare Karte gibt es vom Reise-Know-How-Verlag.

 

Wir haben uns in Google Earth schon mal ein paar Gegenden ausgeguckt und hier auch ein paar Wegpunkte gesetzt, die wir uns später in Natura angesehen haben.

 

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Reiseapotheke

Eine Reiseapotheke sollte wie folgt zusammengestellt sein:

- Schmerz- und Fiebermittel

- Elektrolyte bei Durchfall (WICHTIG!)

- Mittel gegen Erbrechen

- Tropfen gegen Übelkeit

- Anti-Mücken-Mittel

- Gel zur Linderung von Mückenstichen

- Aspirin

- Wunddesinfektionsspray

- Reise-Tabletten

 

Sollte man allerdings wirklich krank werden, so wie uns geschehen, dann geht man am besten sofort zum lokalen Arzt und lässt sich dort behandeln. Vor Ort kennt man die Auslöser von Krankheiten besser und kann sie dementsprechend auch besser behandeln. In jedem Fall sollte man davon absehen, erst einmal an sich selbst herum doktoren zu wollen.

 

Das Breitbandantibiotikum, welches wir dabei hatten, wurde von unserem behandeldem Arzt als Spielzeug abgetan.

 

Bei Durchfallerkrankungen geht man mittlerweile dazu über, den Durchfall nicht zu stoppen, sondern den Körper mit viel Flüssigkeit und Elektrolyten zu versorgen. Ansonsten verhindert man die Selbstreinigungstätigkeit des Darmes und verlängert im schlimmsten Fall die Beschwerden. Bei begleitendem Fieber sollte man in jedem Fall sofort zum Arzt gehen!

 

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Strassenzustand

Im Westen der Türkei sind die Starssenzustände meißt gut.

 

Im Osten dagen fällt man des öfteren von einem Schlagloch in das nächste. Fahrer und Auto werden hier auf eine echte Belastungsprobe gestellt. Auf manchen Straßen fehlte zu 60% der Asphalt, der Rest war Schlagloch-Schlamm-Piste. Nichts wo man nicht hindurch kommen würde, allerdings ist man deutlich länger für wenige Kilometer unterwegs.

 

Der Straßenzustand im Iran war generell gut. Manchmal auch besser als in Deutschland. Die neuen Autobahnen hatten einen Flüsterasphalt, wie man ihn hier nur von Rennstrecken kennt.

 

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Tanken unterwegs

In der Türkei gibt es ein dichtes Netz an Tankstellen. Der Sprit ist teurer als in Deutschland.

 

Vorweg die gute Nachricht: Diesel kostet im Iran ca. 0,05 € pro Liter!

 

Die Versorgung mit Treibstoff im Iran kann allerdings etwas problematisch sein. Auch hier gibt es ein dichtes Netz an Tankstellen, aber Diesel ist Mangelware, da es nur wenige Raffinerien gibt. Vor den Tankstellen bilden sich nicht selten hunderte Meter lange Schlangen von Bussen und LKWs. Als Tourist sind wir immer direkt auf die Tankstelle gefahren und haben nachgefragt, ob man uns nicht schnell dazwischen schieben kann. Das hat man immer gemacht! In den grenznahen Regionen ist die Abgabe von Diesel an Bezugsscheine geknüpft. Dort haben wir nur unter Betteln Diesel bekommen und auch nicht mehr als 40 Liter.

 

Die Situation kann sich aber bald ändern, da zur Zeit eine riesige Raffinerie am Kaspischen Meer gebaut wird.

 

Aufgrund dieser Tatsache macht es durchaus Sinn über einen Zusatztank oder einen großen Ersatzkanister nachzudenken. WIr hatten für die Tour extra einen 45 Liter Durchlauftank montiert und waren froh über die zusätzliche Reichweite, da wir unterwegs einige trockene Tankstellen gesehen haben.

 

Bleibt man aber tatsächlich einmal liegen wegen Spritmangels, dann hilft einem einer der freundlich Brummifahrer mit ein paar Litern aus. Also keine Panik!

 

Im übrigen wollte man uns an den Tankstellen immer Bezin andrehen, weil es im Iran keine Diesel-PKWs gibt. Also besser dreimal nachfragen!

 

Die Versorgung mit Benzin scheint kein Problem zu sein.

 

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Verkehr

Das gefährlichste auf unserer gesamten Reise war die Fahrerei im Iran. So freundlich und hilfsbereit wie die Leute sind, so chaotisch und unüberschaubar ist der Verkehr.

 

Nicht daß man dort so aggressiv fahren würde, es fährt nur jeder wie er will. Rücksicht wird selten genommen. Es wird schon irgendwie passen, denken sich die Iraner, wenn sie bei dichtem Gegenverkehr überholen oder auch einfach wieder einscheren, obwohl es keine Lücke gibt. Als Ausländer hat man hier bei einem Unfall meist schlechte Karten, da Ausländer immer gerne zum Sündenbock gemacht werden.

 

Als Fahrer bleibt einem nichts anderes übrig als die Ruhe zu bewahren. Andere Reisende berichteten uns, dass der iranische Verkehr eine ideale Vorbereitung für das Chaos auf Indiens Straßen ist.

Wir haben hier als Beispiel die Einfahrt in einen Kreisel gefilmt.

 

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Visa-Beschaffung

Um ein Visum beantragen zu können, braucht man zunächst eine touristische Referenz, welche von einem Sponsor/ Reiseveranstalter ausgestellt wird. Sie beinhaltet eine Referenznummer des iranischen Außenministeriums. Wird diese erteilt, kann man damit an ein iranisches Konsulat (z.B. Frankfurt) oder direkt an die iranische Botschaft in Berlin wenden. Die Visavergabe scheint allerdings recht willkürlich zu verlaufen, so daß ein Visum auch mal ohne Begründung abgelehnt werden kann.

 

Wir haben uns dafür entschieden sowohl die touristische Referenz als auch die Visas von der Visum Centrale besorgen zu lassen. Das ging völlig problemlos, kostet aber ein wenig mehr. Dafür spart man sich viel Zeit und Nerven.

 

Bei der Einreise in den Iran hatte man uns den Tipp gegeben, wenn wir wieder den Iran besuchen möchten in jedem Fall ein Touristen Visa zu beantragen und kein Transit Visa. Bei einem Transit Visa fallen zusätzliche Gebührenvon bis zu 250 US$ bei der Einreise an, die man sich mit dem Touristen Visa erspart.

 

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Wasserversorgung

Wasser bekommt man im Iran an jeder Tankstelle oder an Rastplätzen, wo eine Moschee ist. Das Wasser würden wir allerdings nicht trinken! Sollte man eine Filteranlage im Auto verbaut haben, dann könnte man es sicherlich auch als Trinkwasser aufbereiten. Teilweise sind ordentlich Sedimente im Wasser enthalten, wodurch es dann schön braun ist.

 

Wir haben unterwegs immer Wasser in Flaschen gekauft. Wasser ist im Iran allerdings viel teurer als Diesel -bei dem Preis allerdings kein Wunder ;-)

 

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